20 Jahre Porofin Garantie

Trocknungshinweise

Ein nasses Mauerwerk abdichten heisst, dass das man das weitere Eindringen von Wasser verhindert. Das nasse Mauerwerk ist dann immer noch nicht trocken. Es muss nach der Abdichtung durch die Verdunstung des Wassers austrocknen. Dieser Verdunstungs- und damit Trocknungsvorgang läuft langsam ab. Seine Geschwindigkeit ist von den Umgebungsbedingungen abhängig. Um den Trocknungsvorgang und dessen Geschwindigkeit zu verstehen und beeinflussen zu können müssen einige naturgesetzliche Regeln beachtet werden.

Das in der Wand befindliche Wasser verdunstet und geht damit in die umgebende Luft über, die hierdurch feuchter wird. Die Verdunstung des Wassers aus der Wand ist um so schneller, je trockener die Umgebungsluft ist. Da die Umgebungsluft mit zunehmender Wasserverdunstung feuchter wird, nimmt auch die Verdunstungsgeschwindigkeit des Mauerwerk - Wassers ab. Die Trocknung des Mauerwerks verlangsamt sich also mit zunehmender Luftfeuchtigkeit.

Hierzu einige Zahlen

Ein Quadratmeter nasses, gesättigtes, 50cm dickes Mauerwerks enthält etwa 200–300 Liter Wasser. Ein Kubikmeter Luft kann bei +10°C nur 9,5g und bei +20°C etwa 17,5g Wasser aufnehmen. Der Begriff der relativen Feuchte ist allgemein bekannt. Was ist jedoch relative Feuchte?

Enthält 1m³ Luft bei +10°C nur 4,75g Wasser, dann ist sie nur zu 50% gesättigt, denn sie könnte das Doppelte an Wasser (9,5 g) aufnehmen. Man sagt dann, die Luft hat eine relative Feuchte von 50%.

Bei +20°C enthält Luft mit 50% relativer Feuchte 17,5g × 50% = 8,75g Wasser.

Man sieht, dass warme Luft mehr Wasser aufnehmen kann als kalte Luft. Eine merkbare Wasserverdunstung aus nassem Mauerwerk findet zudem nur bis etwa 80% relativer Feuchte der Umgebungsluft statt.

Ein Beispiel

In einen Keller mit nassem Mauerwerk gelangt Luft mit +10°C und 50% relat. Feuchte. Diese Luft enthält also bereits 4,75g Wasser. Das nasse Mauerwerk hat etwa die gleiche Temperatur wie das aussen anliegende Erdreich, also auch etwa +10°C. Luft mit 80% relat. Feuchte enthält 7,6g Wasser.

Die Luft kann also je m³ noch 2,85g Wasser aus der Wand aufnehmen. Enthält 1 Quadratmeter Wand 285 Liter /Kilogramm Wasser, dann werden zur Austrocknung 100.000m³ Luft je Quadratmeter nasser Wandfläche benötigt. Das heisst, man muss die feucht gewordene Luft durch kräftiges Lüften austauschen und Geduld haben, bis die Wand völlig ausgetrocknet ist.

Noch ein Beispiel

An einem schwülwarmen Tag gelangt Luft mit +20°C und 80% relat. Feuchte in den Keller. Diese Luft enthält also bereits 14g Wasser. Diese Luft kühlt sich an der nassen, kalten Wand auf +10°C ab. Sie kann bei 100% relat. Feuchte aber nur 9,5g Wasser enthalten. Das heisst, dass die Luftfeuchtigkeit an der kalten Wand kondensiert. Die Umgebungsluft gibt je Kubikmeter ca. 4,5g Wasser an die kalte Wand ab. Die Wand „schwitzt“. Das Kondenswasser läuft an der Wand herunter. Es sieht dann so aus, als wenn die Wand wieder undicht geworden sei.

Die Schlussfolgerung aus diesen Kalkulationen

Die Beispiele zeigen, dass die Trocknung der nassen Wand im Winter schneller abläuft als im Sommer. Benutzen Sie deshalb nur kalte Luft! Warmluftgebläse können die Trocknung verzögern!

Wenn Sie im Keller leichten Durchzug haben, trocknet die Wand am schnellsten. Wollen Sie die Trocknung von nassen Wänden beschleunigen, dann können Sie einen sogenannten Kältetrockner benutzen. Diese Geräte entfernen das Wasser aus der Luft, sie senken also die relative Feuchtigkeit.

Erfahrungen Kontakt AGB Impressum
© 2004-2012 Hydro Chemie INT GmbH | © 2009-2012 Internet- & Werbeagentur Lucido-Media GbR