Horizontalsperren im Vergleich
Nasse Wände im Keller oder gar im Wohnbereich sind ein Problem, das man abstellen sollte.
Im Laufe der Jahrzehnte sind -jeweils dem Stand der Technik entsprechend- hierfür unterschiedliche Methoden und Produkte entwickelt worden. Deshalb findet man heute die ganze Palette von Möglichkeiten und muss sich zwangsläufig für eine dieser Methoden entscheiden.
Der „Besitzer“ des Nässeschadens hat die Qual der Wahl. Er sollte daher etwas über die Eigenschaften der unterschiedlichen Methoden und Produkte wissen, weil er vielleicht sonst später seine Wahl bereut. Es werden nämlich auch heute noch Produkte angeboten, die längst überholt sind und technische Nachteile haben, die vor Jahrzehnten (zur Zeit ihrer Entwicklung) in Kauf genommen werden mussten, weil es nichts Besseres gab. Technische Nachteile gibt es allerdings auch bei etlichen neuen Produkten und Methoden, weil sie kritiklos aus anderen Baubereichen auf Wohngebäude übertragen wurden.
Was im Tunnel- oder Bergbau ausreicht, muss im Wohngebäude nicht zwangsläufig gut sein! Auch muss nicht immer das Teuerste das Beste sein. Allerdings kann das, was auf den ersten Blick einen etwas höheren Preis hat, auf längere Sicht das Preiswertere sein.
Für den, der nicht ständig mit der Beurteilung und Beseitigung von Nässeschäden zu tun hat, das können sogar Architekten und Bausachverständige sein, ist die Fülle des Angebots und die Unvergleichbarkeit der Werbeaussagen eher verwirrend als klärend.
Dieses technische Merkblatt soll Ihnen bei der Auswahl behilflich sein, damit Sie aufgrund der technischen Eigenschaften der Produkte und Methoden entscheiden können, was für Sie richtig ist. Es ist Ihre Entscheidung, denn es ist Ihr Geld das Sie ausgeben! Ob Sie sich dann für ein langlebiges etwas teuereres System entscheiden, oder eine billige Lösung vorziehen, weil der heute abzudichtende Gebäudeteil in absehbarer Zeit ohnehin abgerissen oder umgebaut wird, ist ganz allein Ihre Entscheidung.
Um eine sinnvolle Entscheidung treffen zu können, ist es allerdings notwendig zu wissen, wie ein Feuchtigkeitsschaden entsteht und welche Möglichkeiten der Abhilfe zur Verfügung stehen.
