20 Jahre Porofin Garantie

FolgeschÀden

Was passiert wenn die Wand nass bleibt?


Fassadenfeuchtigkeit

Wenn eine Fassade zu viel Regenwasser aufnimmt, hat das Folgen, die die Gesundheit beeintrĂ€chtigen (Schimmelbildung), teure Energie verschwenden (WĂ€rmedĂ€mmverlust der Außenwand) und auch sonst manchen Ärger bereiten (feuchte Tapete usw.). Einige dieser FolgeschĂ€den sehen Sie in den nĂ€chsten Bildern. Wie es dazu kommt, ist in den Kapiteln „feuchte Wand“ und „Schimmel“ detailiert beschrieben.


FolgeschÀden 1
Schimmel an einer Zimmerwand

FolgeschÀden 2
Schimmel an einer Hauswand

FolgeschÀden 3
Schimmel an einer Hauswand



Die Bilder von feuchten Fassaden und ihren Folgen ließen sich auf viele Seiten ausweiten. Prinzipiell zeigen sie jedoch alle die drei Hauptsymptome: Feuchte Tapete, Schimmelbefall und WĂ€rmebrĂŒcken mit erheblichem Energieverlust.

Kellerfeuchtigkeit

Feuchte WĂ€nde in Kellern können zwei Ursachen haben. Die aufsteigende Feuchtigkeit aus dem Fundamentbereich, die in der porösen Wand wie in einem Docht nach oben steigt und die Querdurchfeuchtung, die aus dem außen anliegenden nassen Erdreich quer durch die Wand wandert.

Werden diese Ursachen, die unter dem Sammelbegriff Kapillarfeuchte bekannt sind, nicht beseitigt, oder ungeeignete Maßnahmen ergriffen, dann entstehen FolgeschĂ€den, deren Beseitigung sehr viel teurer sein kann, als eine bauphysikalisch richtige Abdichtung.

Warum aufsteigende Feuchtigkeit und Querdurchfeuchtung entstehen können, wie man sie bauphysikalisch richtig beseitigt und was passiert, wenn man Baufeuchte mit ungeeigneten Mitteln und Methoden bearbeitet, können Sie im Kapitel „Feuchter Keller“ und in unseren Porofin-Infos detailiert nachlesen.

Nachfolgend einige Beispiele:


AbblÀtternde Wandfarbe

Die Zerstörung des Wandanstrichs ist zwar unschön und Ă€rgerlich, aber noch kein ernsthafter Schaden. Allerdings zeigt dieses Problem den Beginn eines wesentlich grĂ¶ĂŸeren Problems an, die allmĂ€hliche Mörtel- und möglicherweise Stein-Zerstörung, die langfristig gesehen bis zur BaufĂ€lligkeit des GebĂ€udes fĂŒhrt.

FolgeschÀden 9
AbblÀtternde Wandfarbe im Keller

FolgeschÀden 10
AbblÀtternde Wandfarbe im Keller


AusblĂŒhungen auf der Wand

Im Volksmund werden die WandausblĂŒhungen „Mauersalpeter“ genannt, obwohl es sich nicht um Salpeter handelt, sondern um KalkausblĂŒhungen. Sind ungeeignete Abdichtungsmittel verwendet worden, dann findet man zwischen den KalkausblĂŒhungen auch Soda und andere Salze, die nicht in die Wand gehören.

Warum es sich bei dem „Mauersalpeter“ nicht um Salpeter handelt, wie KalkausblĂŒhungen und SalzausblĂŒhungen entstehen, ist in unserer Porofin-Info 2 beschrieben. KalkausblĂŒhungen auf der Wand zeigen an, dass das Feuchteproblem bereits ĂŒber das AbblĂ€ttern der Farbe hinausgeht und das Bindemittel des Mauermörtels, der bei der Mörtel-AushĂ€rtung entstandene Kalkstein, sich in Auflösung befindet.

Besteht dieses Problem schon lĂ€nger, dann sandet der Mörtel in den Fugen bereits oder man kann ihn (oberflĂ€chig) mit dem Fingernagel aus der Fuge kratzen. Oftmals wird dann vermutet, unsere Vorfahren hĂ€tten mit wenig Kalk in den Mörtel gemischt. Das ist nicht so! Der stĂ€ndige Wassereinfluss hat den Kalk aus dem Mörtel ausgelöst und als AusblĂŒhung auf die WandoberflĂ€che transportiert.

Das heißt, irgendwann ist so viel Kalk aus dem Mörtel herausgelöst, dass der Mörtel zu schwach wird, das Gewicht des Hauses zu tragen und die Fugen geben nach. Der Fachmann spricht dann von Mörtelkompression. Das Haus ist dann baufĂ€llig und muss abgerissen werden.

FolgeschÀden 11
WandausblĂŒhungen

FolgeschÀden 12
WandausblĂŒhungen


Zerstörung von Putz

Die Kristallisation von Salzen (auch Kalk) in den Poren von Putzschichten, fĂŒhren zu Kristallen, die im Laufe der Zeit stĂ€ndig wachsen, bis sie grĂ¶ĂŸer werden als die Poren und dann den Putzmörtel von innen sprengen. Der Putz muss dann erneuert werden.

FolgeschÀden 13
Putzabplatzungen durch wasserbedingten Salztransport

FolgeschÀden 14
Putzzerstörung durch aufsteigende Feuchtigkeit


Schimmelpilze im Keller

Auch die Feuchtigkeit in KellerwĂ€nden stellt fĂŒr das Wachstum von Schimmelpilzen die wichtigste Lebensgrundlage dar. Schimmelpilze können zwar die Gesundheit erheblich beeinflussen und auch im Keller gelagerte GegenstĂ€nde aus Holz, Papier, Leder usw. zerstören, aber es kann noch schlimmer kommen. Feuchtigkeit schafft auch fĂŒr den echten Hausschwamm die notwendige Lebensgrundlage! Hat man den erst einmal im Haus, dann wird es heikel und teuer, denn der echte Hausschwamm kann auch WĂ€nde viele Meter weit durchwachsen und ist nicht einfach zu bekĂ€mpfen.

Es ist also auch aus diesen GrĂŒnden angeraten, das Feuchteproblem möglichst frĂŒhzeitig zu beseitigen.

FolgeschÀden 15
Schimmelbefall auf einer Kellerwand

FolgeschÀden 16
Schimmelbefall auf einer Kellerwand


Aufsteigende Feuchtigkeit in der Erdgeschoss-Wohnung

In dicken KellerwĂ€nden, wenn Keller schlecht belĂŒftet werden, oder wenn die Kapillarfeuchte in KellerwĂ€nden bauphysikalisch falsch bearbeitet wird, dann steigt das Wasser auch bis in die Erdgeschoss-Wohnung.

Die Steighöhe der aufsteigenden Feuchtigkeit liegt theoretisch in der GrĂ¶ĂŸenordnung einiger hundert Meter. In der Praxis wird die Steighöhe aber durch die Wasserverdunstung an der WandoberflĂ€che begrenzt.

DĂŒnne WĂ€nde transportieren pro Tag weniger Wasser nach oben als dicke WĂ€nde. Das ist vergleichbar mit SchlĂ€uchen, bei denen der dickere auch mehr Wasser je Tag transportieren kann als ein dĂŒnner Schlauch.

Dicke WĂ€nde transportieren zwar mehr Wasser, aber ihre VerdunstungsflĂ€che ist nicht grĂ¶ĂŸer als die dĂŒnner WĂ€nde. Also steigt das Wasser in dicken WĂ€nden höher als in dĂŒnnen, denn dort ist das Wasser bereits in der halben Wandhöhe komplett verdunstet und es steht kein Wasser mehr zur VerfĂŒgung, was höher steigen könnte. Das zeigt aber deutlich das Problem. Die Steighöhe des Wassers ist von der Verdunstung abhĂ€ngig.

HÀlt man Keller gut verschlossen, so dass kaum ein Luftaustausch stattfindet, dann ist die Kellerluft bald mit Feuchtigkeit gesÀttigt und es findet kaum noch eine Wasserverdunstung aus den nassen WÀnden statt. Als Folge steigt das Wasser höher und erreicht nicht selten auch die Erdgeschosswohnung. Die WÀnde in der Erdgeschosswohnung zeigen dann nach kurzer Zeit bodennahen Schimmelbefall.

Jetzt wird auch klar, was eine bauphysikalisch falsche Abdichtungsmaßnahme ist. Benutze ich eine Maßnahme, die die Verdunstung behindert oder verhindert, dann erhöhe ich lediglich die Steighöhe des Wassers.

Bringe ich z.B. einen Sperrputz an die Wand, eine DichtschlĂ€mme, einen Dichtungsanstrich, oder setze irgendwelche Platten vor die Wand, dann verstecke ich den Wasserschaden (fĂŒr kurze Zeit), verhindere die Wasserverdunstung, die Wand wird noch nasser und das Wasser steigt höher.

FolgeschÀden 17
Aufsteigende Feuchtigkeit in der Erdgeschosswohnung aus dem Kellergeschoss

FolgeschÀden 18
Aufsteigende Feuchtigkeit in der Erdgeschosswohnung aus dem Kellergeschoss


FolgeschĂ€den 19 Aufsteigende Feuchtigkeit „versteckt“ hinter einem DichtschlĂ€mme-Sockel. Die Feuchtigkeit ist deshalb weiter nach oben gestiegen und hat nur den Putz oberhalb der DichtschlĂ€mme zerstört. Die DichtschlĂ€mme ist allerdings inzwischen auch deutlich beschĂ€digt. Derartige, bauphysikalisch falsche Abdichtungen helfen nur dem Hersteller, nie dem Betroffenen.


Aufsteigende Feuchtigkeit in nichtunterkellerten WohnrÀumen

Das vorher Gesagte trifft auch hier zu. Alle Maßnahmen wie Sperrputz usw. verschlimmern das Problem. Auch wenn man es möglicherweise kurzfristig nicht sieht. Lassen Sie sich also nie derartige Maßnahmen aufschwatzen, denn Sie wissen nun, dass der, der das will, kein Fachmann sondern ein Pfuscher ist.

FolgeschÀden 20
Aufsteigende Feuchtigkeit in einem nichtunterkellerten Wohnraum

FolgeschÀden 21
Aufsteigende Feuchtigkeit in einem nicht-unterkellerten Wohnraum, „repariert“ durch eine Vorsatzschale mit WĂ€rmedĂ€mmung. Hierdurch neue SchĂ€den seitlich zu sehen.

Erfahrungen Kontakt AGB Impressum
© 2004-2012 Hydro Chemie INT GmbH | © 2009-2012 Internet- & Werbeagentur Lucido-Media GbR